Beim Obstbaumschnitt können große Mengen an Schnittgut anfallen. Für die Entsorgung gibt es mehrere Varianten:

Aufschichten zu Totholzhaufen

Totholzhaufen bieten Igel, Blindschleichen und vielen anderen Tieren wertvolle Lebensräume und bereichern das Biotop Streuobstwiese. Diese einfache Lösung kommt allerdings nur bei kleineren Schnittgutmengen in Frage. Außerdem sollte genügend Platz vorhanden sein, damit evtl. auswachsende Brombeeren oder andere Pflanzen nicht zum Problem werden.

Entsorgung im Recyclinghof

Für kleine und mittlere Schnittgutmengen empfiehlt sich der Transport zum nächsten Recyclinghof.

Häckseln auf der Fläche

Die Entsorgung von Schnittgut ist arbeitsaufwändig. Bei großen Mengen empfiehlt es sich, das Schnittgut auf Haufen oder Streifen zu setzen und es an Ort und Stelle mit einem Forstmulcher oder einem Häcksler zerkleinern zu lassen. Das grob geschredderte Material bleibt auf der Fläche und verrottet. Folgende Dienstleister bieten das Häckseln auf der Fläche an:

Landschaftspflege Stürmer (Forstmulcher)

Bergklingerhof, 63846 Laufach
Tel.: 06093/7197, Mobil:  0170/5635775
stuermer-landschaftspflege@web.de

Michael Schmidt (Häcksler)

Karlstr. 10, 63776 Goldbach
Mobil: 0171/5 15 95 77; Tel.: 06093/7197

Verbrennen

Aus ökologischer Sicht sollte das Verbrennen von Schnittgut die letzte Alternative sein und nur angewandt werden, wenn die Verwertung auf dem Grundstück als Mulch oder die Entsorgung auf dem Grünabfallplatz nicht möglich ist. Der Zeitaufwand für das Verbrennen großer Mengen an Schnittgut ist mindestens so hoch wie für die Entsorgung.

Außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist das Verbrennen von holzigen Abfällen aus dem Obstbau unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Was hierbei zu beachten ist, regelt die „Pflanzenabfallverordnung –PflAbV“ (Erläuterung zur PfAbfV

Im Wesentlichen sind beim Verbrennen von Schnittgut folgende Punkte zu beachten:

  • Insbesondere bei größeren Feuern sollte vorher die zuständige Gemeinde bzw. Feuerwehr informiert werden
  • Das Verbrennen sollte nur dann durchgeführt werden, wenn alle anderen Alternativen nicht oder nur mit großem Aufwand möglich sind.
  • Das Verbrennen ist nur außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und nur an Werktagen von 8 Uhr bis 18 Uhr zulässig
  • Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen durch Rauchentwicklung sowie ein Übergreifen des Feuers über die Verbrennungsfläche hinaus ist zu verhindern.
  • Das Feuer ist von mindestens zwei mit geeignetem Gerät ausgestatteten, leistungs- und reaktionsfähigen Personen über 16 Jahre ständig zu überwachen 
  • Bei starkem Wind darf kein Feuer entzündet werden
  • Es ist sicherzustellen, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle, spätestens jedoch bei Einbruch der Dunkelheit erloschen ist