Streuobstaktionsplan Goldbach

 

 Streuobstwiese an der "Wildseite" vor und nach der Sanierung

Der Landschaftspflegeverband Aschaffenburg hat im Jahr 2013 gemeinsam mit lokalen Akteuren für Goldbach als Modellgemeinde einen „Streuobstaktionsplan“ entwickelt. Das Ziel war Streuobstbewirtschafter bei Ihrer Arbeit zu unterstützen und brachgefallene Obstwiesen wieder in Pflege zu bringen. Am 8.9.17 berichtete Projektleiter Alexander Vorbeck im Goldbacher Gemeinderat über den Zwischenstand des Streuobstaktionsplanes Goldbach. In Goldbach kooperiert das Schlaraffenburger Projekt sehr eng mit dem Landschaftspflegeverband Aschaffenburg und dem Markt Goldbach. Der Streuobstaktionsplan wurde in Goldbach 2013 als Modellprojekt gestartet. Seitdem wurden in Goldbach 10,8 ha Streuobst freigestellt und 284 Obstbäume geschnitten.

 

2015 und 2016 lag der Schwerpunkt der Sanierungsflächen in der Teufelsdelle (Goldbach) und in den Krummen Äckern (Unterafferbach). Im Herbst 2017 werden auf den Flächen Obstbäume nachgepflanzt.

Obstwiesen werden grundsätzlich nur saniert, wenn eine Folgepflege sichergestellt ist. Dazu ist in der Regel ein Bewirtschafterwechsel nötig. D.h. es werden keine vernachlässigten Streuobstflächen freigestellt und an die bisherigen Bewirtschafter zurückgegeben, da dann eine nachhaltige Folgenutzung nicht sichergestellt wäre. Für die Streuobstflächen werden zuerst lokale Akteure für die Bewirtschaftung gesucht (Nachbarn etc.). Dies ist, vor allem bei größeren Flächen meist schwierig. Daher wurde der Großteil der sanierten Flächen vom Schlaraffenburger Projekt angepachtet und in eine dauerhafte Pflege übernommen. Insgesamt wurden 2015 und Anfang 2016 weitere 163 Apfelbäume auf 2,7 ha von 24 Eigentümern angepachtet. Die Unterwuchspflege erfolgt in Kooperation mit dem Landwirt Matthias Schäfer (Rinderbeweidung). Ein kleiner Teil der Flächen wird von Michael Schmitt gemulcht.

 

Rinderbeweidung auf der freigestellten Obstwiese „Krumme Äcker“ in Unterafferbach.

 

Insgesamt sind in Goldbach mittlerweile 549 Bäume auf 10,14 ha von 39 Eigentümern in der Pacht des Schlaraffenburger Projektes. Das sind ca. 13 % der Streuobstflächen und ca. 7 % des Baumbestandes in Goldbach. Darüber hinaus bestehen in Goldbach/Unterafferbach mit 13 Teilnehmern Schlaraffenburger Verträge über 1.035 Obstbäume auf 51 Streuobstwiesen. So ist in Goldbach ein Grundgerüst von langfristig gesicherten Obstwiesen vorhanden.

 

Das Goldbacher Projekt war Vorbild für weitere Streuobstaktionspläne im Landkreis: